Inkontinenz & Reizblase: Behandlung in Basel

Inkontinenz Reizblase Frau Basel – Belastungsinkontinenz, Dranginkontinenz, überaktive Blase, Beckenboden, Therapie
FMH Gynäkologie
Facharzttitel
SGGG
Mitglied
Kolposkopie-Diplom
Zertifiziert
DE · EN
Sprachen
Spalenvorstadt 3
4051 Basel
Harninkontinenz bezeichnet den unwillkürlichen Verlust von Urin. Man unterscheidet vor allem die Belastungsinkontinenz (Urinverlust bei Husten, Niesen, Sport), die Dranginkontinenz (plötzlicher, kaum unterdrückbarer Harndrang) und die Mischform.
Inkontinenz ist eine der häufigsten Beschwerden in der Frauenheilkunde, wird aus Scham aber oft jahrelang verschwiegen. Dabei lässt sie sich in den meisten Fällen deutlich verbessern – mit konservativen Massnahmen, Medikamenten oder gezielten Eingriffen.
In der Praxis Dr. Wagner an der Spalenvorstadt 3 in Basel erfolgt die Abklärung diskret, strukturiert und ohne Zeitdruck. Ziel ist eine individuell passende Therapie – vom konservativen Beckenbodenaufbau bis zur operativen Versorgung.
Das Wichtigste
Auf einen Blick.
- Etwa jede dritte Frau ist im Laufe ihres Lebens von Harninkontinenz betroffen.
- Belastungsinkontinenz und Dranginkontinenz haben unterschiedliche Ursachen und Therapien.
- Beckenbodentraining ist bei Belastungsinkontinenz die wirksamste Erstmassnahme.
- Lokale Östrogene können in und nach der Menopause die Beschwerden deutlich lindern.
- Operationen (z. B. TVT-Band) sind sehr wirksam, aber erst nach ausgeschöpfter konservativer Therapie sinnvoll.
- Mit dem EMP Chair Pro steht in unserer Praxis ein Beckenbodenstuhl zur Verfügung: hochintensive elektromagnetische Impulse (HI-EMP) lösen tausende unwillkürliche Kontraktionen aus – bekleidet, schmerzfrei, ca. 28 Minuten pro Sitzung.
- Inkontinenz ist behandelbar – sie ist kein normaler Teil des Älterwerdens.
Ursachen
Hintergrund und Risikofaktoren.
Belastungsinkontinenz entsteht meist durch eine Schwäche des Beckenbodens und des Verschlussapparats der Harnröhre – häufig nach Geburten, in der Menopause oder bei Bindegewebsschwäche. Dranginkontinenz beruht auf einer überaktiven Blasenmuskulatur, oft ohne fassbare organische Ursache.
Risikofaktoren
- Vaginale Geburten, insbesondere mehrere oder mit grossem Kind
- Menopause und Östrogenmangel
- Übergewicht und chronischer Husten
- Bindegewebsschwäche, Genitalprolaps
- Chronische Verstopfung, schwere körperliche Arbeit
- Neurologische Erkrankungen (z. B. Multiple Sklerose, Parkinson)
Häufigkeit
Rund 25–45 % der Frauen berichten im Verlauf ihres Lebens über Symptome einer Harninkontinenz; die Häufigkeit steigt mit dem Alter deutlich an.
Symptome & Befunde
Wie zeigt es sich?
Typische Beschwerden
- Urinverlust beim Husten, Niesen, Lachen oder Sport (Belastungsinkontinenz)
- Plötzlicher, kaum kontrollierbarer Harndrang mit Urinverlust (Dranginkontinenz)
- Häufiges Wasserlassen tagsüber (> 8 ×) und nachts (Nykturie)
- Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung
- Kombination mehrerer Symptome (Mischinkontinenz)
Häufige Zufallsbefunde
- Wiederkehrende Harnwegsinfekte
- Senkungsgefühl oder tastbares Vorwölben im Scheidenbereich
Wann wird es entdeckt?
Viele Frauen suchen erst nach Jahren Hilfe.
Eine frühzeitige Abklärung lohnt sich
Je früher der Beckenboden gestärkt wird, desto besser ist die Prognose.
Diagnostik
So wird die Diagnose gestellt.
Die Abklärung beginnt mit einer sorgfältigen Anamnese und einem Miktionstagebuch über 2–3 Tage. Ergänzt wird sie durch eine gynäkologische Untersuchung, einen Urintest, eine Restharnbestimmung per Ultraschall sowie einen Hustenprovokationstest. Bei unklaren oder komplexen Befunden wird eine urodynamische Untersuchung an einem spezialisierten Zentrum organisiert.
Untersuchungen
- Anamnese: Beschwerden, Auslöser, Trinkmenge, Geburten, Medikamente
- Miktionstagebuch (2–3 Tage)
- Gynäkologische Untersuchung inkl. Prolaps-Beurteilung
- Urinstatus, ggf. Urinkultur
- Ultraschall: Blase, Restharn, Genitalorgane
- Hustenprovokationstest
- Bei Bedarf: Überweisung zur urodynamischen Untersuchung
Was bedeuten die Befunde?
Ziel der Diagnostik ist die Unterscheidung zwischen Belastungs-, Drang- und Mischinkontinenz sowie das Erkennen einer begleitenden Senkung. Erst diese Einordnung erlaubt eine gezielte, wirksame Therapie.
Behandlung
Mögliches Vorgehen.
Beobachten
Basis jeder Therapie
Beckenbodentraining unter Anleitung einer spezialisierten Physiotherapie, Gewichtsoptimierung, Behandlung von chronischem Husten und Verstopfung, angepasste Trinkmenge und Blasentraining bei überaktiver Blase. Ergänzend bieten wir in der Praxis das Training mit dem EMP Chair Pro an: Sie sitzen bekleidet auf einem Behandlungsstuhl, der mit hochintensiven elektromagnetischen Impulsen (HI-EMP) die gesamte Beckenbodenmuskulatur unwillkürlich kontrahieren lässt – deutlich intensiver, als es willentliches Training erreicht. Eine Sitzung dauert rund 28 Minuten, ist schmerzfrei und ohne Ausfallzeit; üblich ist eine Serie von mehreren Sitzungen. Details unter /leistungen/emp-chair.
Medikamente
Bei Dranginkontinenz kommen Anticholinergika oder Mirabegron zum Einsatz – auch hier kann der EMP Chair Pro die Reizsymptomatik über eine Kräftigung und bessere Ansteuerung des Beckenbodens günstig beeinflussen. In und nach der Menopause bessern lokale Östrogene die Schleimhaut, Sensibilität und Infektanfälligkeit deutlich. Pessare können bei Belastungsinkontinenz und/oder Senkung eine sehr wirksame konservative Option sein.
Operation
Bei ausgeprägter Belastungsinkontinenz und ungenügender konservativer Therapie sind spannungsfreie sub-urethrale Bänder (TVT/TVT-O) etabliert und wirksam. Bei therapierefraktärer überaktiver Blase kann Botulinumtoxin in den Blasenmuskel injiziert werden. Operative Eingriffe erfolgen in Zusammenarbeit mit einer spezialisierten uro-gynäkologischen Klinik.
Prävention
Was Sie selbst tun können.
- Regelmässiges Beckenbodentraining – vor allem nach Geburten und in der Menopause
- Gewicht im gesunden Bereich halten
- Chronischen Husten und Verstopfung konsequent behandeln
- Schweres Heben mit korrekter Technik, Beckenboden bewusst mitspannen
- Bei ersten Symptomen frühzeitig ärztlichen Rat suchen – nicht abwarten
Ein Termin. Ein Hauptanliegen. Damit wir Ihnen fachlich sauber und in Ruhe begegnen können, behandeln wir pro Termin ein Hauptthema. Weitere Anliegen oder komplexe Zusatzfragen planen wir gerne in einem separaten Termin. Das erlaubt Sprechstunden ohne lange Wartezeiten – wir bitten Sie um Ihr Verständnis.
Häufige Fragen
FAQ.
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Fachlich verantwortlich.
Dr. med. Anna Margareta Wagner ist Fachärztin FMH für Gynäkologie und Geburtshilfe mit eigener Praxis an der Spalenvorstadt 3 in Basel. Schwerpunkt operative Gynäkologie; weitere Schwerpunkte: gynäkologische Vorsorge, Kolposkopie und Dysplasiesprechstunde, Intimchirurgie, Schwangerschaftsbegleitung sowie Mädchen- und Jugendsprechstunde.
- Facharzttitel FMH Gynäkologie und Geburtshilfe
- Schwerpunkt operative Gynäkologie
- Mitglied SGGG
- Zertifiziertes Kolposkopie-Diplom
- Sprachen: Deutsch, Englisch
- Versorgungsgebiet: Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Nordwestschweiz
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Quellen
Ihre Fragen – im geschützten Rahmen besprochen.
Jede Situation ist individuell. In der Sprechstunde nehmen wir uns Zeit, Ihre Befunde einzuordnen und gemeinsam den passenden nächsten Schritt zu finden.