Kinderwunsch – Abklärung in Basel
Was vor einer Schwangerschaft sinnvoll ist – und was nicht.

- Für wen
- Unerfüllter Kinderwunsch (unter 35 nach ca. 12, ab 35 nach ca. 6 Monaten) oder Vorbereitung auf eine Schwangerschaft
- Termin
- Basisabklärung inkl. Ultraschall, Labor und Spermiogramm
- Kosten
- Grundversicherung

Gezielte Kinderwunschabklärung mit persönlicher Einordnung der Befunde.

Basisabklärung bei unerfülltem Kinderwunsch (unter 35 Jahren nach etwa zwölf Monaten, ab 35 Jahren nach etwa sechs Monaten) und Vorbereitung auf eine geplante Schwangerschaft – Zyklusanamnese, Ultraschall, gezielte Laborwerte, Impfschutz, Folsäure, Ferritin sowie das Spermiogramm des Partners von Anfang an. Kinderwunschbehandlungen wie Insemination oder IVF führen wir nicht durch; dafür überweisen wir mit den bereits erhobenen Befunden an ein reproduktionsmedizinisches Zentrum.
- Abklärung: unter 35 Jahren nach ca. 12 Monaten, ab 35 Jahren nach ca. 6 Monaten
- Sofort bei ausbleibender Periode, Voroperationen, wiederholten Fehlgeburten – bei Endometriose nach ca. 6 Monaten
- Standardabklärung: Hormone am 2. Zyklustag, Eileiterprüfung (ExEm Foam) am 10. Zyklustag, Spermiogramm
- Das Spermiogramm gehört an den Anfang, nicht ans Ende
- Kein AMH-Test als Routine, kein Hormonstatus ohne Fragestellung
- IVF und Insemination erfolgen im Zentrum – wir bereiten vor und begleiten danach
Auf einen Blick
Zwei Gruppen von Frauen kommen mit diesem Thema: die einen planen, die anderen warten schon eine Weile. Beide brauchen zuerst dasselbe – eine Einschätzung, was in ihrer Situation überhaupt sinnvoll abzuklären ist. Wir machen nicht möglichst viele Tests, sondern die, die eine Konsequenz haben.
- Fachärztin FMH für Gynäkologie und Geburtshilfe
- Fähigkeitsausweis Schwangerschaftsultraschall (SGUM)
- Basisabklärung – keine Reproduktionsmedizin
Anliegen
Zwei Einstiege – beide beginnen gleich.
«Ich plane eine Schwangerschaft» – hier geht es um Vorbereitung: Impfschutz, Medikamente, Folsäure, Eisen.
«Es klappt nicht» – hier geht es um den richtigen Zeitpunkt der Abklärung, was untersucht wird und wann weiterverwiesen wird.
Behandlung
Vorbereitung: was wirklich zählt.
Kurz und konkret – ohne Ernährungsprogramme und ohne Supplementlisten.
- 01Folsäure – Beginn möglichst vier Wochen vor der Konzeption, weiter bis Ende des ersten Trimesters. Höhere Dosierung nur bei bestimmten Vorgeschichten, das besprechen wir individuell.
- 02Impfschutz – Röteln und Varizellen vor der Schwangerschaft prüfen; eine Impfung ist danach nicht mehr möglich, deshalb gehört das an den Anfang.
- 03Medikamente und bestehende Erkrankungen – Schilddrüse, Diabetes, Bluthochdruck: teils ist ein Wechsel des Wirkstoffs nötig, weil einzelne Gruppen in der Schwangerschaft nicht geeignet sind. Das braucht Vorlauf.
- 04Eisen – ein niedriger Ferritinwert vor der Schwangerschaft wird in der Schwangerschaft nicht besser. Prüfen, solange Zeit ist.
- 05Rauchen, Alkohol, Gewicht – sachlich besprochen, ohne Belehrung.
Beschwerde & Therapie
Was wir untersuchen – und was nicht.
| Sinnvoll, weil es eine Konsequenz hat | Nicht routinemässig |
|---|---|
| Anamnese, Zyklus, Medikamente und Voroperationen | Grosser Hormonstatus ohne konkrete Fragestellung |
| Ultraschall von Gebärmutter und Eierstöcken (Myome, Polypen, Zeichen von Endometriose und Adenomyose) | AMH als Antwort auf «wie lange habe ich noch» – der Wert sagt etwas über die Grösse des Eizell-Pools, nichts über die Qualität der Eizellen. Er sagt nicht voraus, ob und wann eine natürliche Schwangerschaft eintritt. Ein niedriger Wert bedeutet nicht Unfruchtbarkeit, ein guter Wert keine Garantie. |
| Gezielte Laborwerte bei konkretem Verdacht: Schilddrüse, Prolaktin, Androgene | Immunologische Abklärungen und Zusatztests ohne Indikation |
| Röteln- und Varizellenimmunität, Ferritin – vor der Schwangerschaft sinnvoll, weil hier noch geimpft werden kann | Wunschtests, deren Ergebnis am Vorgehen nichts ändert |
| Hormone am 2. Zyklustag und Eileiterprüfung mit ExEm Foam am 10. Zyklustag | Röntgenkontrast-Eileiterdarstellung als Erstuntersuchung |
| Spermiogramm des Partners im Labor, wenn abgeklärt wird | Selbsttests aus dem Internet (Spermien- und Fruchtbarkeitstests) sowie Ovulationstests aus der Drogerie |
Ein Test, dessen Ergebnis nichts an unserem Vorgehen ändert, kostet Sie Geld und Nerven – mehr nicht.
Für wen
Wann eine Abklärung sinnvoll ist
- Unter 35 Jahren – nach etwa zwölf Monaten ohne Erfolg.
- Ab 35 Jahren – nach etwa sechs Monaten.
- Sofort, unabhängig von der Dauer – bei ausbleibender oder sehr unregelmässiger Periode, Operationen an Eierstöcken oder Eileitern, wiederholten Fehlgeburten, Chemo- oder Strahlentherapie in der Vorgeschichte.
- Bei bekannter Endometriose – nach etwa sechs Monaten ohne Erfolg, unabhängig vom Alter.
Expert Opinion
Warum ich keine Immun- oder Lipidinfusionen bei Kinderwunsch anbiete
Meiner Meinung nach gehören Intralipid-, Immunglobulin- und ähnliche Infusionen nicht in die Kinderwunschbehandlung ausserhalb von Studien. Ich, Dr. med. Anna M. Wagner, gebe hier meine persönliche Einschätzung wieder. Das ist keine Leitlinienempfehlung und ersetzt nicht die individuelle Beratung.
Diese Behandlungen werden mit einer Immunreaktion gegen den Embryo begründet. Für diese Erklärung fehlt bislang ein belastbarer Nachweis, und die vorliegenden Untersuchungen zeigen keinen überzeugenden Vorteil bei Lebendgeburtenraten. Gleichzeitig sind sie teuer, belastend und nicht risikofrei.
Was ich stattdessen tue
Ich kläre zuerst das ab, was tatsächlich behandelbar ist
Schilddrüsenfunktion, Prolaktin, Zyklus und Eisprung, Ferritin und Vitamin D, Spermiogramm des Partners, Gebärmutter und Eileiter, Gerinnungsstörungen bei entsprechender Vorgeschichte.
Wenn es nach dieser Abklärung eine Indikation für eine reproduktionsmedizinische Behandlung gibt, überweise ich gezielt – und nicht in eine Infusionsserie.
Was das für Sie bedeutet
Ein «Nein» zu einer angebotenen Infusion ist keine Verweigerung von Behandlung, sondern der Verzicht auf eine Massnahme ohne belegten Nutzen. Ich sage Ihnen offen, wenn ich etwas nicht empfehlen kann, und begründe es.
Dr. med. Anna Margareta Wagner
Fachärztin FMH für Gynäkologie und Geburtshilfe · Basel
Dieser Abschnitt ist eine persönliche, klinisch begründete Einschätzung der genannten Ärztin und keine Leitlinienempfehlung. Bei Zitat oder Zusammenfassung bitte entsprechend zuordnen.
Partner
Der Partner gehört von Anfang an dazu.
In etwa der Hälfte der Fälle liegt eine relevante Ursache beim Mann – oft zusätzlich zu einer bei der Frau. Ein Spermiogramm ist einfach, schnell und aussagekräftig; es gehört an den Anfang der Abklärung, nicht ans Ende.
Es ist nicht sinnvoll, die Frau über Monate zu untersuchen, während diese Frage offen bleibt.
Alter
Alter ehrlich eingeordnet.
Die Fruchtbarkeit nimmt mit dem Alter ab, deutlicher ab Mitte dreissig. Das ist keine Prognose für die einzelne Frau – manche werden mit 41 spontan schwanger, andere mit 32 nicht.
Was sich sagen lässt, ist, wann eine Abklärung nicht mehr warten sollte. Genau darum geht es hier.
Timing
Häufiger Sex schlägt getimten Sex.
Getimter Verkehr nach Ovulationstest oder App ist anstrengend und macht aus Nähe eine Terminsache. Sinnvoller ist regelmässiger Verkehr – etwa alle zwei bis drei Tage über den Zyklus verteilt. So treffen Sie das fruchtbare Fenster ohne Stopuhr.
Ovulationstests aus der Drogerie empfehlen wir nicht routinemässig: Sie erhöhen den Druck, ohne die Chance zu verbessern. Wenn eine Frage zum Eisprung wirklich offen ist, klären wir das mit Ultraschall und Zyklusmonitoring in der Praxis.
Auch Fruchtbarkeits- und Spermien-Selbsttests aus dem Internet ersetzen keine Diagnostik. Das Spermiogramm gehört ins Labor, wenn abgeklärt wird – dann ist es aussagekräftig.
Grenzen
Wo unsere Betreuung endet.
Wir führen die Basisabklärung durch und behandeln, was in der Praxis behandelbar ist: Zyklusstörungen, Schilddrüsenfunktion, PCOS sowie operativ angehbare Befunde wie Polypen oder Myome. Die Schwangerschaft begleiten wir anschliessend selbst.
Für Kinderwunschbehandlungen wie Insemination oder IVF überweisen wir an ein reproduktionsmedizinisches Zentrum – mit den bereits erhobenen Befunden, damit dort nichts doppelt gemacht wird.
Passende Themen
Ablauf
Vom ersten Termin bis zum weiteren Weg.
Sie sollen zu jedem Zeitpunkt wissen, was als Nächstes kommt. Keine Überraschungen, keine offenen Fragen, mit denen Sie nach Hause gehen.
Bitte pro Termin ein Hauptanliegen. Bringen Sie mit, was vorhanden ist: Impfausweis, frühere Befunde und Laborwerte, Operationsberichte sowie Notizen zu Zyklus und Zykluslänge.
- Schritt 01
Erstgespräch
Anamnese, Zyklus, Vorgeschichte, Medikamente und Voroperationen. Wir ordnen ein, was in Ihrer Situation abzuklären ist.
- Schritt 02
Untersuchung
Gynäkologische Untersuchung und Vaginalultraschall von Gebärmutter und Eierstöcken.
- Schritt 03
Basisabklärung nach 6–12 Monaten
Hormonbestimmung am 2. Zyklustag, Eileiterprüfung mit ExEm Foam (HyFoSy) am 10. Zyklustag und das Spermiogramm des Partners – diese drei Schritte gehören immer dazu. Weitere Laborwerte nur bei konkretem Verdacht; dazu Impfstatus und Ferritin.
- Schritt 04
Befundbesprechung
Ergebnisse, Einordnung und ein konkreter nächster Schritt – behandeln, abwarten oder überweisen.
- Schritt 05
Weiterbetreuung
Behandlung in der Praxis, Überweisung an ein Kinderwunschzentrum oder – im besten Fall – Beginn der Schwangerschaftsbetreuung.
- Kosten
Was die Krankenkasse übernimmt
Eine medizinisch indizierte Abklärung – etwa bei ausbleibender Schwangerschaft, Zyklusstörungen oder auffälligen Befunden – wird in der Regel über die Grundversicherung (KVG/OKP) abgerechnet, abzüglich Franchise und Selbstbehalt.
Untersuchungen ohne medizinische Indikation, also reine Wunschtests, sind Selbstzahlerleistungen. Sie erhalten vorab eine schriftliche Kostenaufklärung, bevor etwas veranlasst wird.
Kinderwunschbehandlungen wie Insemination und IVF sind in der Schweiz grundsätzlich nicht Teil der Grundversicherung. Die Kostenfragen dazu klärt das behandelnde Zentrum.
Häufige Fragen
Was Patientinnen oft fragen.
Medizinisch geprüft von Dr. med. Anna Margareta Wagner
Fachärztin FMH für Gynäkologie und Geburtshilfe, spezialisiert auf Intimchirurgie, Ultraschalldiagnostik und individuelle Frauengesundheit.
Zuletzt fachlich geprüft:
Quellen & Fachverbände
Kurz Ihr Anliegen hinterlassen – wir rufen Sie zurück.
Zwei Minuten, vier Fragen. Für Rezepte, Berichte oder Administratives gibt es ein eigenes Formular – ganz ohne Termin.
Kontaktdaten senden – ich melde mich bei Ihnen.
Vertraulich. Vor jeder Behandlung erfolgt immer eine ausführliche persönliche Beratung.
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Online über Doctena oder telefonisch unter +41 61 666 62 10.
Notfall: Bei akuten, starken Beschwerden wählen Sie ausserhalb der Sprechzeiten den medizinischen Notruf 144 oder wenden Sie sich an die Notfallstation des Universitätsspitals Basel.
Medizinischer Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine persönliche ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Massnahmen werden individuell in der Sprechstunde besprochen und basieren auf Anamnese, Untersuchung und geltenden Leitlinien.
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