PMOS (früher PCOS): Behandlung in Basel

PMOS (früher PCOS) Behandlung Basel – Diagnostik, Zyklus, Kinderwunsch, Gewicht
FMH Gynäkologie
Facharzttitel
SGGG
Mitglied
Kolposkopie-Diplom
Zertifiziert
DE · EN
Sprachen
Spalenvorstadt 3
4051 Basel
PCOS heisst jetzt PMOS – Polyendokrines metabolisches Ovarialsyndrom. Der neue Name (The Lancet, Mai 2026, internationales Konsortium aus über 50 Fachgesellschaften) beschreibt präziser, worum es wirklich geht: ein hormonelles und stoffwechselbedingtes Geschehen, das weit mehr als die Eierstöcke betrifft.
PMOS (früher PCOS) ist die häufigste hormonelle und stoffwechselbedingte Erkrankung bei Frauen im gebärfähigen Alter. Typisch sind unregelmässige oder ausbleibende Eisprünge, erhöhte Androgenspiegel und häufig eine Insulinresistenz. Frühzeitige Abklärung verbessert Lebensqualität und senkt Langzeitrisiken.
Dr. Anna M. Wagner bietet in Basel eine fundierte Diagnostik und individuelle Behandlung – von Zyklusregulation über Kinderwunsch bis Gewichtsmanagement. Nicht jede Patientin weist alle Merkmale auf; die Therapie wird individuell abgestimmt.
Das Wichtigste
Auf einen Blick.
- Neue Bezeichnung seit Mai 2026: PMOS statt PCOS (The Lancet).
- Hormonelle und stoffwechselbedingte Erkrankung – nicht primär eine Erkrankung der Eierstöcke.
- Diagnose: Beschwerden + Hormonanalyse + gynäkologischer Ultraschall.
- Bis zu 85 % der Patientinnen haben eine Insulinresistenz.
- Behandelbar – nicht heilbar: Symptome lindern, Folgeerkrankungen vorbeugen.
- Bei regelmässiger Periode ist ein PMOS/PCOS weniger wahrscheinlich – ausgeschlossen ist es damit nicht.
- Bei Übergewicht bleibt die Periode häufig aus: Fettgewebe produziert viel Östrogen – vergleichbar mit der Einnahme einer Pille.
- GLP-1-Präparate (Ozempic®, Wegovy®) können Gewicht und Insulinresistenz günstig beeinflussen.
- «PCO-like ovaries» bei Jugendlichen sind ein normaler Ultraschallbefund – keine Diagnose und kein PMOS/PCOS.
Ursachen
Hintergrund und Risikofaktoren.
PMOS (früher PCOS) hat eine genetische Komponente, tritt jedoch individuell sehr unterschiedlich auf. Studien zeigen in einigen Bevölkerungsgruppen, insbesondere in Südasien, eine höhere Prävalenz. Vermutlich spielen genetische Faktoren, eine erhöhte Veranlagung zur Insulinresistenz sowie Unterschiede in den Diagnosekriterien zusammen. Eine familiäre Vorbelastung kann jedoch unabhängig von der Herkunft eine Rolle spielen.
Risikofaktoren
- Familiäre Vorbelastung (PMOS/PCOS, Typ-2-Diabetes)
- Insulinresistenz und Übergewicht
- Bewegungsmangel und stark verarbeitete Ernährung
- Bestimmte genetische Hintergründe (u. a. südasiatische Herkunft)
Häufigkeit
PMOS/PCOS betrifft je nach Diagnosekriterien etwa 8–13 % der Frauen im gebärfähigen Alter und ist damit die häufigste hormonell-metabolische Erkrankung dieser Lebensphase.
Symptome & Befunde
Wie zeigt es sich?
Typische Beschwerden
- Unregelmässige oder ausbleibende Periodenblutungen
- Akne, fettige Haut
- Vermehrter Haarwuchs (Gesicht, Bauch, Brust) – Hirsutismus
- Haarausfall am Kopf (androgenetisch)
- Schwierigkeiten, schwanger zu werden
- Gewichtszunahme, schwer kontrollierbar
- Stoffwechselveränderungen (Insulinresistenz, erhöhter Blutzucker)
Häufige Zufallsbefunde
- Multiple kleine Follikel im Ultraschall (sog. «polyzystisches» Bild) – nicht obligat
- Acanthosis nigricans (dunkle Hautareale am Hals/Achseln) als Hinweis auf Insulinresistenz
Wann wird es entdeckt?
Erkennen Sie sich in mehreren dieser Symptome wieder? Eine frühzeitige Abklärung in unserer Praxis an der Spalenvorstadt schafft Klarheit. Viele Frauen bemerken Symptome über mehrere Zyklen, bevor sie ärztlichen Rat suchen.
Diagnostik
So wird die Diagnose gestellt.
Die Diagnose stützt sich auf eine Kombination aus klinischem Beschwerdebild, Hormonanalyse im Blut und gynäkologischem Ultraschall zur Beurteilung der Eierstöcke. In der Praxis Dr. Wagner in Basel erfolgen Blutentnahme und Ultraschall in der Regel im Rahmen eines einzigen Konsultationstermins.
Untersuchungen
- Anamnese: Zyklus, Haut, Haare, Gewicht, Kinderwunsch
- Hormonanalyse: Testosteron, SHBG, DHEAS, LH/FSH, AMH, Prolaktin, TSH
- Stoffwechsel: Nüchternglukose, HbA1c, ggf. oraler Glukosetoleranztest (oGTT), Lipidprofil
- Gynäkologischer Ultraschall: Beurteilung der Eierstöcke und der Gebärmutterschleimhaut
Was bedeuten die Befunde?
Die Diagnose wird nach internationalen Kriterien gestellt (mind. 2 von 3: Zyklusstörung, klinische/laborchemische Hyperandrogenämie, typisches Ovarbild). Wichtig ist der Ausschluss anderer Ursachen (Schilddrüse, Prolaktin, adrenale Erkrankungen).
Wichtig
Jugendliche zeigen häufig sogenannte «PCO-like ovaries» im Ultraschall – das ist ein rein deskriptiver Befund (viele kleine Follikel) und hat in dieser Lebensphase nichts mit einem PMOS/PCOS-Syndrom zu tun. Eine Diagnose allein anhand des Ultraschallbildes wäre in der Adoleszenz falsch.
Behandlung
Mögliches Vorgehen.
Beobachten
Therapieziele werden individuell vereinbart
Zyklus regulieren, Hautbild verbessern, Kinderwunsch unterstützen, Gewicht und Stoffwechsel stabilisieren, Langzeitrisiken senken. Lebensstil (Bewegung, Ernährung, Schlaf) ist die Basis jeder Therapie.
Medikamente
Je nach Therapieziel
hormonelle Zyklusregulation (z. B. kombinierte Pille, Gestagene), antiandrogene Therapie bei Akne/Hirsutismus, Metformin bei Insulinresistenz, Ovulationsinduktion (Clomifen oder Letrozol) bei Kinderwunsch. GLP-1-Präparate (Ozempic®/Wegovy®) werden zunehmend zur Unterstützung des Gewichtsmanagements eingesetzt – Gewichtsreduktion verbessert die Insulinresistenz und damit häufig auch die Zyklusregelmässigkeit.
Operation
Operative Eingriffe sind bei PMOS selten nötig und kommen nur in Einzelfällen im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung in spezialisierten Zentren in Betracht.
Prävention
Was Sie selbst tun können.
- Regelmässige Bewegung und ausgewogene Ernährung – wirksamster Hebel bei Insulinresistenz
- Gewicht im individuell sinnvollen Bereich halten – schon 5–10 % Reduktion verbessern oft den Zyklus
- Jährliche gynäkologische Kontrolle inkl. Hormon- und Stoffwechselwerte
- Bei unregelmässigen Zyklen frühzeitig abklären – schützt langfristig die Gebärmutterschleimhaut
- Eine konsequente Betreuung von PMOS kann dazu beitragen, das Risiko von Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen Stoffwechselfolgen zu senken.
Ein Termin. Ein Hauptanliegen. Damit wir Ihnen fachlich sauber und in Ruhe begegnen können, behandeln wir pro Termin ein Hauptthema. Weitere Anliegen oder komplexe Zusatzfragen planen wir gerne in einem separaten Termin. Das erlaubt Sprechstunden ohne lange Wartezeiten – wir bitten Sie um Ihr Verständnis.
Häufige Fragen
FAQ.
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Fachlich verantwortlich.
Dr. med. Anna Margareta Wagner ist Fachärztin FMH für Gynäkologie und Geburtshilfe mit eigener Praxis an der Spalenvorstadt 3 in Basel. Schwerpunkt operative Gynäkologie; weitere Schwerpunkte: gynäkologische Vorsorge, Kolposkopie und Dysplasiesprechstunde, Intimchirurgie, Schwangerschaftsbegleitung sowie Mädchen- und Jugendsprechstunde.
- Facharzttitel FMH Gynäkologie und Geburtshilfe
- Schwerpunkt operative Gynäkologie
- Mitglied SGGG
- Zertifiziertes Kolposkopie-Diplom
- Sprachen: Deutsch, Englisch
- Versorgungsgebiet: Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Nordwestschweiz
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Quellen
Wissenschaftliche Grundlagen.
Ihre Fragen – im geschützten Rahmen besprochen.
Jede Situation ist individuell. In der Sprechstunde nehmen wir uns Zeit, Ihre Befunde einzuordnen und gemeinsam den passenden nächsten Schritt zu finden.