Vaginale Trockenheit (GSM) in Basel: Ursachen und Behandlung

vaginale Trockenheit Basel – trockene Scheide, Scheidenbrennen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, GSM, lokales Östrogen, Hyaluronsäure, CO₂-Laser
FMH Gynäkologie
Facharzttitel
SGGG
Mitglied
Kolposkopie-Diplom
Zertifiziert
DE · EN
Sprachen
Spalenvorstadt 3
4051 Basel
Vaginale Trockenheit entsteht, wenn die Scheidenschleimhaut nicht ausreichend befeuchtet und weniger elastisch ist. Moderne Leitlinien fassen die Beschwerden im Genital- und Blasenbereich unter dem Begriff Genitourinary Syndrome of Menopause (GSM) zusammen – dazu gehören Trockenheit, Brennen, Juckreiz, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und wiederkehrende Blasenentzündungen.
Viele Frauen leben lange mit diesen Beschwerden, weil das Thema unangenehm ist oder als «normal» abgetan wird. Das muss so nicht sein: Für vaginale Trockenheit gibt es evidenzbasierte, einfühlsame und diskrete Behandlungen – auch nach Brustkrebs oder unter Antihormontherapie. Niemand muss Beschwerden oder Schmerzen einfach hinnehmen.
In der Praxis Dr. med. Anna M. Wagner an der Spalenvorstadt 3 in Basel betreuen wir Frauen aus Basel, Baselland und der Nordwestschweiz mit Beschwerden der Scheidenschleimhaut und in den Wechseljahren – auf Deutsch und Englisch. Gemeinsam entwickeln wir eine Behandlung, die zu Ihrer Lebensphase, Ihren Beschwerden und Ihren persönlichen Wünschen passt.
Das Wichtigste
Auf einen Blick.
- Ist Scheidentrockenheit behandelbar? Ja, in den meisten Fällen sehr gut.
- Was hilft am besten? Das hängt von der Ursache und Lebensphase ab.
- Sind Hormone immer nötig? Nein – viele Frauen kommen mit hormonfreien Präparaten sehr gut zurecht.
- Wann kommt ein Laser infrage? Erst nach individueller Abklärung – als Ergänzung, nicht als Ersatz.
- Auch nach Brustkrebs gibt es sichere, gut untersuchte Behandlungsoptionen.
- Die systemische Aufnahme ist bei niedrig dosierten vaginalen Präparaten in der Regel sehr gering.
Ursachen
Hintergrund und Risikofaktoren.
Die häufigste Ursache ist ein Östrogenmangel – in und nach den Wechseljahren, nach Entfernung der Eierstöcke, in der Stillzeit oder unter Antihormontherapie (z. B. Tamoxifen, Aromatasehemmer). Auch bestimmte Medikamente, hormonelle Verhütung, Autoimmunerkrankungen (z. B. Sjögren-Syndrom), Chemotherapie oder Bestrahlung im Beckenbereich können die Schleimhaut trockener machen. Häufig kommen mehrere Faktoren zusammen.
Risikofaktoren
- Peri- und Postmenopause (Östrogenmangel)
- Stillzeit
- Antihormontherapie nach Brustkrebs (Tamoxifen, Aromatasehemmer)
- Chemotherapie, Bestrahlung im Beckenbereich, Ovarektomie
- Bestimmte hormonelle Verhütungsmethoden
- Autoimmunerkrankungen (z. B. Sjögren-Syndrom)
- Rauchen, chronischer Stress, ausgeprägte Diäten
Häufigkeit
Etwa jede zweite Frau in und nach den Wechseljahren berichtet über Beschwerden im Sinne eines GSM. Bei Frauen unter Antihormontherapie nach Brustkrebs sind es sogar deutlich mehr.
Symptome & Befunde
Wie zeigt es sich?
Typische Beschwerden
- Trockenheitsgefühl, Spannen oder Brennen in der Scheide
- Juckreiz und Wundgefühl im Intimbereich
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie), Schmerzen beim Einführen
- Kleine Einrisse, Schmierblutungen nach dem Sex
- Wiederkehrende Blasenentzündungen, Brennen beim Wasserlassen
- Verändertes Empfinden, verminderte Lust – oft in Kombination mit Schlafproblemen und Wechseljahrsbeschwerden
Häufige Zufallsbefunde
- Verminderte Elastizität und Weite der Scheide
- Blässe und Fältelung der Schleimhaut (atrophische Zeichen)
- Erhöhter vaginaler pH-Wert, veränderte Flora
Wann wird es entdeckt?
Wann lohnt sich eine gynäkologische Abklärung? Bei Beschwerden seit mehreren Wochen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, wiederkehrenden Blasenentzündungen, unzureichender Wirkung frei erhältlicher Produkte oder bei Beschwerden nach Brustkrebs beziehungsweise unter Antihormontherapie.
Diagnostik
So wird die Diagnose gestellt.
Die Abklärung ist meist unkompliziert
ein ausführliches Gespräch, eine schonende gynäkologische Untersuchung und der Ausschluss anderer Ursachen (Infektion, Vulvadermatose wie Lichen sclerosus, Atrophie, seltener eine allergische Reaktion). Ziel ist es, die für Sie passende Therapie zu finden – nicht nur die Beschwerden zu benennen.
Untersuchungen
- Anamnese: Beschwerden, Lebensphase, Zyklus, Medikamente, Vorerkrankungen (v. a. Brustkrebs)
- Klinische Untersuchung von Vulva und Vagina
- Bei Bedarf pH-Messung, Nativpräparat, mikrobiologische Abklärung
- Ausschluss von Lichen sclerosus, Lichen planus, Ekzem, VIN
Was bedeuten die Befunde?
Typische Zeichen sind eine blasse, verdünnte, fältelige Schleimhaut mit erhöhtem pH-Wert. In vielen Fällen genügt der klinische Befund; bei atypischen Veränderungen wird gezielt weiter abgeklärt.
Behandlung
Mögliches Vorgehen.
Beobachten
Basispflege
milde, seifenfreie Reinigung mit lauwarmem Wasser, Verzicht auf parfümierte Intimprodukte und Slipeinlagen im Alltag. Hormonfreie Feuchtigkeitspräparate (z. B. auf Basis von Hyaluronsäure) werden regelmässig – nicht nur beim Sex – angewendet. Gleitmittel auf Wasser- oder Silikonbasis helpen beim Geschlechtsverkehr. Für viele Frauen ist das bereits ausreichend.
Medikamente
Bei ausgeprägten Beschwerden ist eine lokale, niedrig dosierte Östrogentherapie (Estriol oder Estradiol als Creme, Zäpfchen oder Ring) sehr wirksam und gut verträglich. Die systemische Aufnahme ist bei niedrig dosierten vaginalen Präparaten in der Regel sehr gering. Alternativ steht Prasteron (DHEA) vaginal zur Verfügung. Bei zusätzlichen Wechseljahrsbeschwerden kann eine systemische Hormontherapie besprochen werden. Nach Brustkrebs wird die Auswahl individuell und in Absprache mit der behandelnden Onkologie getroffen – häufig kommen zunächst hormonfreie Optionen, bei Bedarf sehr niedrig dosierte lokale Präparate in Frage.
Vaginaler CO₂-Laser (kein operativer Eingriff)
Der vaginale CO₂-Laser ist keine Operation
Es handelt sich um eine schonende, nicht-operative Behandlung der Scheidenschleimhaut in der Praxis – ohne Narkose und ohne Ausfallzeit. Er kann bei ausgewählten Patientinnen – insbesondere bei nicht ausreichender Wirkung oder Kontraindikation gegen lokale Hormone (z. B. nach Brustkrebs) – ergänzend eingesetzt werden. Er ist kein Ersatz für die medikamentöse Basistherapie, die Datenlage ist begrenzt, und wir setzen ihn nur nach ausführlicher Aufklärung ein. Ergänzend kann eine Beckenbodenphysiotherapie oder eine kurze sexualmedizinische Beratung sinnvoll sein.
Prävention
Was Sie selbst tun können.
- Regelmässige – nicht nur bedarfsweise – Anwendung von Feuchtigkeitspräparaten
- Milde, seifenfreie Intimpflege, Verzicht auf parfümierte Produkte
- Ausreichend Zeit und Gleitmittel beim Geschlechtsverkehr
- Regelmässige sexuelle Aktivität oder Selbststimulation fördert die Durchblutung
- Frühzeitige Vorstellung bei Beschwerden – nicht «aushalten»
- Nach Brustkrebs: Beschwerden aktiv ansprechen – es gibt sichere Optionen
Ein Termin. Ein Hauptanliegen. Damit wir Ihnen fachlich sauber und in Ruhe begegnen können, behandeln wir pro Termin ein Hauptthema. Weitere Anliegen oder komplexe Zusatzfragen planen wir gerne in einem separaten Termin. Das erlaubt Sprechstunden ohne lange Wartezeiten – wir bitten Sie um Ihr Verständnis.
Häufige Fragen
FAQ.
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Fachlich verantwortlich.
Dr. med. Anna Margareta Wagner ist Fachärztin FMH für Gynäkologie und Geburtshilfe mit eigener Praxis an der Spalenvorstadt 3 in Basel. Schwerpunkt operative Gynäkologie; weitere Schwerpunkte: gynäkologische Vorsorge, Kolposkopie und Dysplasiesprechstunde, Intimchirurgie, Schwangerschaftsbegleitung sowie Mädchen- und Jugendsprechstunde.
- Facharzttitel FMH Gynäkologie und Geburtshilfe
- Schwerpunkt operative Gynäkologie
- Mitglied SGGG
- Zertifiziertes Kolposkopie-Diplom
- Sprachen: Deutsch, Englisch
- Versorgungsgebiet: Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Nordwestschweiz
Die Inhalte dieser Seite werden regelmässig anhand aktueller fachmedizinischer Empfehlungen überprüft.
Quellen
Ihre Fragen – im geschützten Rahmen besprochen.
Jede Situation ist individuell. In der Sprechstunde nehmen wir uns Zeit, Ihre Befunde einzuordnen und gemeinsam den passenden nächsten Schritt zu finden.