EMP Chair Pro – Ratgeber zum HI-EMP-Beckenbodentraining

Ratgeber EMP Chair: Wie wirkt HI-EMP auf den Beckenboden – bei Belastungsinkontinenz und Rückbildung?
FMH Gynäkologie
Facharzttitel
SGGG
Mitglied
Kolposkopie-Diplom
Zertifiziert
DE · EN
Sprachen
Spalenvorstadt 3
4051 Basel
Der EMP Chair Pro ist ein Behandlungsstuhl, der mit hochintensiven elektromagnetischen Impulsen (HI-EMP-Technologie) tief in das Beckenbodengewebe eindringt und kontrollierte, unwillkürliche Kontraktionen der gesamten Beckenbodenmuskulatur auslöst – deutlich intensiver und gezielter als willentliches Training.
Eine Beckenbodenschwäche zeigt sich häufig als ungewollter Urinverlust beim Husten, Niesen, Lachen oder Sport, als plötzlicher Harndrang, als Druck- oder Fremdkörpergefühl im Becken oder als Einschränkung im Intimleben. Diese Beschwerden sind weit verbreitet – und behandelbar. EMP-Training ergänzt Physiotherapie, lokale Östrogene, Pessare und ggf. operative Verfahren.
In der Praxis Dr. Wagner an der Spalenvorstadt 3 in Basel erfolgt die Indikationsstellung im ärztlichen Erstgespräch. Assessment und Behandlungsserie werden durch Viktoria Vlachou, unsere Beckenboden-Spezialistin, individuell begleitet.
Das Wichtigste
Auf einen Blick.
- Sitzung ca. 28 Minuten, vollständig bekleidet, ohne Narkose oder Ausfallzeit.
- HI-EMP löst unwillkürliche Kontraktionen der gesamten Beckenbodenmuskulatur aus.
- Serie üblicherweise 5 oder 10 Sitzungen, ein- bis zweimal pro Woche.
- Zwischenbilanz nach der 5. Sitzung – gemeinsame Entscheidung über Fortsetzung.
- Optional Weiterführung zuhause mit GynEffik® Connect (Medizinprodukt Klasse IIa).
- Abklärung und Beurteilung durch Dr. Wagner werden über die Grundversicherung (OKP/KVG) abgerechnet; die EMP-Chair-Behandlung selbst ist eine Selbstzahlerleistung.
Ursachen
Hintergrund und Risikofaktoren.
Der Beckenboden stützt Blase, Gebärmutter und Darm, stabilisiert die Wirbelsäule und steuert den Verschluss. Er kann durch Schwangerschaften und Geburten, hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren, Operationen, chronische Belastung (Husten, schweres Heben, Übergewicht) oder mit zunehmendem Alter an Kraft und Koordination verlieren.
Risikofaktoren
- Vaginale Geburten, insbesondere mehrere oder mit grossem Kind
- Menopause und Östrogenmangel
- Übergewicht, chronischer Husten, chronische Verstopfung
- Bindegewebsschwäche, Genitalprolaps
- Zunehmendes Alter
Häufigkeit
Rund jede dritte Frau ist im Laufe ihres Lebens von Harninkontinenz betroffen; ein Grossteil profitiert von konservativen Verfahren wie Beckenbodentraining und ergänzender elektromagnetischer Stimulation.
Symptome & Befunde
Wie zeigt es sich?
Typische Beschwerden
- Urinverlust beim Husten, Niesen, Lachen oder Sport
- Plötzlicher, kaum kontrollierbarer Harndrang
- Druck-, Schwere- oder Fremdkörpergefühl im Becken
- Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung
- Einschränkungen im Intimleben
Häufige Zufallsbefunde
- Rückbildungsbedarf nach Schwangerschaft und Geburt
- Wiederkehrende Harnwegsinfekte bei Beckenbodenschwäche
Wann wird es entdeckt?
Je früher der Beckenboden gezielt aufgebaut wird, desto besser die Prognose. Die Abklärung erfolgt diskret und strukturiert.
Diagnostik
So wird die Diagnose gestellt.
Vor Behandlungsbeginn steht das ärztliche Erstgespräch bei Dr. Wagner mit Anamnese, gynäkologischer Untersuchung und Einordnung der Beschwerden. Anschliessend füllen Sie den Erstevaluationsbogen aus; Viktoria Vlachou, unsere Beckenboden-Spezialistin, führt ein strukturiertes Assessment durch – inkl. Fragen zu Miktion, Beckensymptomen, Darmfunktion, Sexualität und Lebensqualität.
Untersuchungen
- Ärztliche Anamnese, gynäkologische Untersuchung, ggf. Ultraschall und Restharnbestimmung
- Erstevaluationsbogen und strukturiertes Assessment durch Viktoria Vlachou, Beckenboden-Spezialistin
- Bei klinischer Indikation: vaginale Untersuchung der Beckenbodenmuskulatur zur Beurteilung von Kraft und Koordination – auch im Verlauf zur Dokumentation der Fortschritte
- Ausschluss von Kontraindikationen (Schwangerschaft, Herzschrittmacher/Implantate, akuter Infekt, Tumorerkrankung im Behandlungsgebiet, Kupferspirale)
Was bedeuten die Befunde?
Die Kombination aus ärztlicher Einordnung und Assessment erlaubt eine individuelle Programm- und Intensitätswahl sowie eine realistische Prognose. Sinnvolle Kombinationen (Physiotherapie, lokale Östrogene, Pessar, GynEffik® Connect) werden mitgeplant.
Behandlung
Mögliches Vorgehen.
Beobachten
Ergänzend zur EMP-Chair-Serie erhalten Sie Beckenbodenübungen für zuhause. Die konsequente Mitarbeit unterstützt das Ergebnis wesentlich. Im Verlauf kann eine häusliche Elektrostimulation mit GynEffik® Connect empfohlen werden (typischerweise drei Sitzungen à 30 Minuten pro Woche).
Medikamente
In und nach der Menopause verbessern lokale Östrogene Schleimhaut, Sensibilität und Infektanfälligkeit deutlich und werden häufig ergänzend eingesetzt. Bei überaktiver Blase können Anticholinergika oder Mirabegron indiziert sein.
Operation
Bei ausgeprägter Belastungsinkontinenz und ungenügender konservativer Therapie sind spannungsfreie sub-urethrale Bänder (TVT/TVT-O) etabliert und wirksam. Operative Optionen werden erst nach ausgeschöpfter konservativer Therapie gemeinsam besprochen.
Prävention
Was Sie selbst tun können.
- Regelmässiges Beckenbodentraining – vor allem nach Geburten und in der Menopause
- Gewicht im gesunden Bereich halten, chronischen Husten und Verstopfung behandeln
- Schweres Heben mit korrekter Technik, Beckenboden bewusst mitspannen
- Frühzeitige Abklärung bei ersten Symptomen – nicht abwarten
Ein Termin. Ein Hauptanliegen. Damit wir Ihnen fachlich sauber und in Ruhe begegnen können, behandeln wir pro Termin ein Hauptthema. Weitere Anliegen oder komplexe Zusatzfragen planen wir gerne in einem separaten Termin. Das erlaubt Sprechstunden ohne lange Wartezeiten – wir bitten Sie um Ihr Verständnis.
Häufige Fragen
FAQ.
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Fachlich verantwortlich.
Dr. med. Anna Margareta Wagner ist Fachärztin FMH für Gynäkologie und Geburtshilfe mit eigener Praxis an der Spalenvorstadt 3 in Basel. Schwerpunkt operative Gynäkologie; weitere Schwerpunkte: gynäkologische Vorsorge, Kolposkopie und Dysplasiesprechstunde, Intimchirurgie, Schwangerschaftsbegleitung sowie Mädchen- und Jugendsprechstunde.
- Facharzttitel FMH Gynäkologie und Geburtshilfe
- Schwerpunkt operative Gynäkologie
- Mitglied SGGG
- Zertifiziertes Kolposkopie-Diplom
- Sprachen: Deutsch, Englisch
- Versorgungsgebiet: Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Nordwestschweiz
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Quellen
Ihre Fragen – im geschützten Rahmen besprochen.
Jede Situation ist individuell. In der Sprechstunde nehmen wir uns Zeit, Ihre Befunde einzuordnen und gemeinsam den passenden nächsten Schritt zu finden.