Mädchenberatung – der erste Besuch bei der Frauenärztin

Wann sollte meine Tochter zum ersten Mal zur Frauenärztin?
FMH Gynäkologie
Facharzttitel
SGGG
Mitglied
Kolposkopie-Diplom
Zertifiziert
DE · EN
Sprachen
Spalenvorstadt 3
4051 Basel
Die Mädchenberatung richtet sich an Jugendliche und junge Frauen, die das erste Mal eine Frauenärztin aufsuchen – sei es wegen Beschwerden, Fragen zur Entwicklung, zur HPV-Impfung oder einfach zur Orientierung.
Viele Jugendliche zögern, weil sie eine unangenehme Untersuchung befürchten. Die Realität ist oft anders: Häufig genügt zunächst ein offenes Gespräch. Keine Untersuchung findet statt, die nicht vorher erklärt und besprochen wurde.
Mädchen und junge Frauen jeden Alters – unabhängig davon, ob bereits Geschlechtsverkehr stattgefunden hat. Viele gynäkologische Fragestellungen lassen sich ohne invasive Untersuchungen abklären.
Das Wichtigste
Auf einen Blick.
- Der erste Besuch besteht oft hauptsächlich aus einem Gespräch – keine Pflichtuntersuchung.
- Jugendliche können alleine oder mit einer Begleitperson kommen.
- Die HPV-Impfung ist die wichtigste Vorsorgemassnahme im Jugendalter.
- Regelschmerzen und Blutungsstörungen gehören zu den häufigsten Vorstellungsgründen.
- Viele Fragestellungen lassen sich ohne invasive Untersuchungen abklären.
- Ultraschall bei Jugendlichen erfolgt in der Regel über die Bauchdecke – kein vaginaler Zugang.
Ursachen
Hintergrund und Risikofaktoren.
Jugendliche kommen aus sehr unterschiedlichen Gründen zur Erstvorstellung: starke Regelschmerzen, unregelmässige Zyklen, Fragen zur Verhütung oder Körperentwicklung, Verdacht auf PCOS oder einfach das Bedürfnis nach einer vertrauenswürdigen Ansprechperson. In der Praxis Dr. med. Anna M. Wagner an der Spalenvorstadt 3 in Basel ist jede Frage willkommen – auch wenn sie sich peinlich anfühlt.
Risikofaktoren
- Starke oder schmerzhafte Menstruation (Dysmenorrhoe)
- Sehr starke oder langanhaltende Blutungen (Menorrhagie)
- Ausbleibende erste Menstruation
- Sehr unregelmässige Zyklen
- Verdacht auf PCOS (unregelmässige Zyklen, Akne, vermehrte Körperbehaarung)
- Wiederkehrende Infektionen
- Fragen zur HPV-Impfung oder Verhütung
- Unsicherheit zur körperlichen Entwicklung
Häufigkeit
Regelschmerzen betreffen bis zu 90 % der Jugendlichen – viele akzeptieren sie fälschlicherweise als unvermeidlich. Hinter starken Schmerzen kann eine behandelbare Ursache stecken, die früh erkannt werden sollte.
Symptome & Befunde
Wie zeigt es sich?
Typische Beschwerden
- Starke Menstruationsschmerzen, die den Alltag einschränken
- Sehr starke oder langanhaltende Blutungen
- Ausbleiben der ersten Menstruation bis 16 Jahre
- Sehr unregelmässige Zyklen über längere Zeit
- Akne, vermehrte Körperbehaarung oder Gewichtszunahme bei Verdacht auf PCOS
- Wiederkehrende Unterleibsinfektionen
Häufige Zufallsbefunde
- Eierstockzyste als Zufallsbefund beim Bauchultraschall
- Uterusfehlbildung als Ursache für Schmerzproblematik
- Eisenmangel als Folge starker Blutungen
Wann wird es entdeckt?
Viele Beschwerden werden als «normal» abgetan und erst spät abgeklärt. Starke Regelschmerzen oder sehr starke Blutungen sollten zeitnah ärztlich beurteilt werden – wirksame Behandlungen sind verfügbar.
Diagnostik
So wird die Diagnose gestellt.
Beim Erstkontakt steht immer das Gespräch im Vordergrund
Beschwerden, Zyklus, Vorgeschichte, Fragen. Eine körperliche Untersuchung findet nur statt, wenn sie notwendig und von der Patientin einverstanden ist – und wird immer vorher erklärt. Ultraschall bei Jugendlichen erfolgt in der Regel über die Bauchdecke: Gebärmutter und Eierstöcke können so meist sehr gut beurteilt werden. Eine vaginale oder rektale Untersuchung ist bei Jugendlichen selten notwendig. Blutuntersuchungen können bei Verdacht auf Hormonstörungen, Eisenmangel oder PCOS sinnvoll sein.
Untersuchungen
- Ausführliches Gespräch: Zyklus, Beschwerden, Fragen, Vorgeschichte
- Abdominaler Ultraschall: Beurteilung von Gebärmutter und Eierstöcken über die Bauchdecke
- Blutuntersuchung: Hormonstatus, Eisenwerte, Schilddrüse bei Bedarf
- HPV-Impfberatung und -durchführung
- Verhütungsberatung: alle Methoden, ohne Druck
- Klinische Untersuchung: nur wenn notwendig und einverstanden, mit vollständiger Erklärung vorher
Was bedeuten die Befunde?
Starke Regelschmerzen, die auf Ibuprofen nicht ansprechen, können auf Endometriose hinweisen – auch bei Jugendlichen. Sehr unregelmässige Zyklen mit Akne und vermehrter Körperbehaarung können auf PCOS hindeuten. Beide Erkrankungen sind gut behandelbar, wenn sie früh erkannt werden.
Behandlung
Mögliches Vorgehen.
Beobachten
Leichte Zyklusstörungen oder gelegentliche Schmerzen können zunächst beobachtet und symptomatisch behandelt werden. Kontrolltermin nach einigen Zyklen, je nach Verlauf.
Medikamente
Starke Regelschmerzen sprechen oft gut auf Ibuprofen oder andere Schmerzmittel an. Bei Verdacht auf Endometriose oder PCOS können hormonelle Therapien oder andere Massnahmen sinnvoll sein – individuell besprochen, ohne Druck. Die Pille ist nicht die einzige Option.
Operation
Operative Eingriffe sind bei Jugendlichen selten notwendig und werden nur bei klarer Indikation empfohlen. Bei Verdacht auf Endometriose wird zunächst medikamentös behandelt.
Prävention
Was Sie selbst tun können.
- HPV-Impfung: In der Schweiz wird ein nonavalenter Impfstoff verwendet – wirksam gegen die wichtigsten Hochrisiko-HPV-Typen. Optimal vor dem ersten Geschlechtsverkehr, aber auch danach sinnvoll. Empfohlen und im Rahmen der kantonalen Impfprogramme vollständig übernommen wird sie bis zum 27. Geburtstag – seit 2024 als Basisimpfung für alle Jugendlichen, auch für Jungen.
- Auch geimpfte Frauen sollten später die empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen – die Impfung ersetzt den Pap-Abstrich nicht vollständig.
- Starke Regelschmerzen früh abklären lassen – Endometriose beginnt häufig im Jugendalter und wird oft jahrelang nicht erkannt.
- Eisenmangel bei starken Blutungen kontrollieren – Blutbild und Ferritin können einfach bestimmt werden.
Ein Termin. Ein Hauptanliegen. Damit wir Ihnen fachlich sauber und in Ruhe begegnen können, behandeln wir pro Termin ein Hauptthema. Weitere Anliegen oder komplexe Zusatzfragen planen wir gerne in einem separaten Termin. Das erlaubt Sprechstunden ohne lange Wartezeiten – wir bitten Sie um Ihr Verständnis.
Häufige Fragen
FAQ.
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- Verhütung
Fachlich verantwortlich.
Dr. med. Anna Margareta Wagner ist Fachärztin FMH für Gynäkologie und Geburtshilfe mit eigener Praxis an der Spalenvorstadt 3 in Basel. Schwerpunkt operative Gynäkologie; weitere Schwerpunkte: gynäkologische Vorsorge, Kolposkopie und Dysplasiesprechstunde, Intimchirurgie, Schwangerschaftsbegleitung sowie Mädchen- und Jugendsprechstunde.
- Facharzttitel FMH Gynäkologie und Geburtshilfe
- Schwerpunkt operative Gynäkologie
- Mitglied SGGG
- Zertifiziertes Kolposkopie-Diplom
- Sprachen: Deutsch, Englisch
- Versorgungsgebiet: Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Nordwestschweiz
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Quellen
Ihre Fragen – im geschützten Rahmen besprochen.
Jede Situation ist individuell. In der Sprechstunde nehmen wir uns Zeit, Ihre Befunde einzuordnen und gemeinsam den passenden nächsten Schritt zu finden.